Schauplätze der Handlung
-   in zeitlicher Folge  -
zur Startseite
 
  in G...
1872-83,
1885-1889
"...einem kleinen, properen Städtchen von 2000 Einwohnern in der Marsch." (Seite 5) - Hier wächst die Romanheldin Thymian als Tochter des Apothekers Gotteball auf. Der Ort Garding auf Eiderstedt könnte die Vorlage gewesen sein
 
 
in T...
1883 - 1885
Nach Mutters Tod beschließt die Verwandtschaft, dass Thymian in einer Pension in T. (Tondern?) untergebracht wird (Seite 15ff). Zunächst in einem Pastorenhaushalt - bei Pastor Flau - und nach dessen Versetzung bei den beiden Fräulein Saß. Sie lernt den jungen Grafen Casimir Osdorff kennen. Nach einer Eskapade - dem "Ausflug zum "Grünen Baum" (Seite 20ff) - wird sie von der Schule relegiert und kommt wieder zurück nach G.
 
Hamburg
Eimsbüttler Chaussee
1889
Zur Geburt ihres unehelichen Kindes wird Thymian zu einer Hebamme nach Hamburg geschickt. Sie lernt dort Konni Liesmann kennen, die ebenfalls ein Kind erwartet. Thymian bringt eine Tochter zur Welt. Sie wird zur Adoption gegeben.
 
in G...
ein Dorf bei Lübeck
1889-1890
Nach der Geburt ihres Kindes kommt Thymian in die Besserungsanstalt des Herrn Pastor Daub und seiner Gattin Ulrike Sie fühlt sich kräftig ausgenutzt. Ihr Status als Gefallene, von der Gesellschaft Ausgegrenzte wird offensichtlich. Bruch auch mit der Kirche - sie nutzt eine Gelegenheit zur Flucht und fährt über Hamburg nach Hannover.
 
Hannover
1890
Thymian kommt im Haushalt von Konni Liesmann unter (siehe Hamburg 1). Sie fängt an, im Salon der illustren Frau Kindermann zu verkehren und stößt auf großes Interesse bei den dort weilenden Männern. Frau Kindermann zeigt ihr Alternativen für ihr weiteres Leben auf.
 
Hamburg
1891/92
Thymian zieht mit Frau Kindermann nach Hamburg und arbeitet dort in deren Salon. Sie bewegt sich schon recht sicher im Milieu. Sie sucht Kontakte zu ihrem Kind, bis ihn die Pflegeeltern unterbinden. Als Prostituierte hat sie keine Mutterrechte. Der Salon wird polizeiauffällig, Thymian zieht nach Berlin.
 
Berlin
Frühjahr 1893
Zimmerstraße
Thymian wohnt zur Miete bei Frau Beidatsch, zusammen mit anderen Prostituierten. Sie versucht, mit Sprachunterricht ihren Unterhalt zu verdienen, was aber scheitert. Zurück im Milieu ist sie schnell wieder erfolgreich.
 
Berlin
1894
Markgrafenstraße
Thymian hat den Jugendfreund Osdorff als Zuhälter zu sich geholt. Sie können sich dank ihrer Einkünfte eine bessere Wohnung leisten. "...ein schönes, großes Zimmer nach vorn und eine Kammer, in der Osdorff schläft und zahle per Monat dreihundertsechzig Mark, d.h. tageweise a Tag 12 Mark." (Seite 161)
 
Berlin
1895
Schellingstraße
Ein neuer Versuch, ins ehrbare Leben zurückzukommen: Thymian betreibt dort eine Pension. Das Startkapital bekommt sie von ihrer großen Liebe Julius, den sie aber nicht heiraten kann. Statt dessen nimmt sie Osdorff, der immer mehr herunterkommt und sie mit in das Milieu zurückreißt.
 
Berlin
1896
Potsdamerstraße
Nach dem Scheitern der Pension in der Schellingstraße versucht es Thymian dort eine Nummer kleiner. "Ich nehme jetzt Möbel auf Abzahlung. Wir haben da nur fünf Zimmer, wovon ich vier vermiete." (Seite 183)
 
Berlin
1897
Kronprinzenufer
Thymian hat es geschafft. Sie ist Kurtisane des reichen und vornehmen Graf Y. "Zum ersten Oktober haben wir eine Fünfzimmerwohnung am Kronprinzenufer gemietet, die ich allein bewohnen werde." (Seite 205) Und dann sind da noch die vielen Reisen, zu denen sie der Graf mitnimmt: an die Riviera, Paris, Wien, den Harz...
 
Berlin
1900
Bülowstraße
"Ich wohne jetzt in der Bülowstraße. Vier Zimmer. Eine niedliche, behagliche Wohnung." - So lapidar registriert Thymian im Mai 1900 den Wegzug vom Kronprinzenufer. Sie hat eine schwere Krise hinter sich, viel Geld verschleudert, den Grafen enttäuscht.
 
G...
1900
Der Vater ist gestorben, Thymian erbt. Und ringt sich zu einer guten Tag durch. Sie fährt noch einmal in ihren Geburtsort, und es kommt zu einem Wiedersehen mit Meinert und Lene Peters.
 
Berlin
Schöneberger Friedhof
In ihrem ersten Berliner Jahr trifft Thymian in einem Ballhaus auf einen "alten Mummelgreis", der hinter ihr her ist. Er hat - als Grundbesitz - ein Grab auf dem Schöneberger Friedhof. Sie kauft es ihm ab "mitsamt dem Gitter und er kriegt zehn Bons. Ein toller Handel." (Seite 157)
 
 

Kronacher Verlag Moordeich  °  Tiergartenweg 2  °  21465 Reinbek  °  Tel. 040/722 14 13
[Startseite] [Leseproben] [Personen] [Schauplätze] [Autorin] [Filme] [Meinungen] [Kontakt]